Digitalpakt Hessen
Fördermittel beantragen in Hessen

Der Digitalpakt in Hessen

Auf dieser Seite haben wir Ihnen Antworten auf die häufigsten Fragen zum Thema Digitalpakt in Hessen zusammengestellt.

Digitalpakt Hessen

Viele deutsche Schulen haben beim Thema Digitalisierung Nachholbedarf, deshalb will der Bund dabei helfen, Schulen mit IT Infrastruktur inklusive Smartboards auszustatten. Unter der Bezeichnung "DigitalPakt Schule" haben Länder und Bund eine Verwaltungsvereinbarung gemeinsam ausgehandelt. Im Entwurf dazu werden Schritte festgelegt, wie die Digitalisierung von Schulen ausgestaltet wird.

Konkret will der Bund über einer Zeitspanne von fünf Jahren insgesamt fünf Milliarden Euro zur Verfügung stellen, davon 3,5 Milliarden Euro noch in dieser Legislaturperiode.

Fördermittel beantragen in Hessen

Im Rahmen des DigitalPakts Schule erhält Hessen insgesamt rund 496 Millionen Euro zur Förderung der digitalen Infrastruktur allgemeinbildender und beruflicher Schulen. Diese setzen sich aus ca. 372 Millionen Euro aus den Mitteln des Bundes und circa 124 Millionen Euro aus den Landesmitteln und Darlehen der WIBank zusammen. Es werden Investitionen zur Steigerung der Leistungsfähigkeit der digitalen kommunalen Bildungsinfrastruktur wie Ausstattung mit IT-Systemen und die Vernetzung von Schulen gefördert.

Wer wird gefördert

  • öffentliche Schulträger,
  • Träger genehmigter Ersatzschulen (im Sinne der §§ 170 und 171 HSchG),
  • Träger von staatlich anerkannten Pflegeschulen (nach § 6 Abs. 2 Satz 1 des Pflegeberufegesetzes),
  • Altenpflegeschulen (nach § 4 Abs. 2 des Altenpflegegesetzes) sowie
  • Kinderkrankenpflegeschulen und Krankenpflegeschulen (nach § 4 Abs. 2 Satz 1 und Abs. 3 des Krankenpflegegesetzes).

Was wird gefördert

An Schulen sind folgende Investitionen (einschließlich Planung, Beschaffung, Einrichtung von Systemen, Aufbau, Inbetriebnahme, Erwerb von Lizenzen sowie projektvorbereitende- und begleitende Beratungsleistungen) förderfähig.

Voll förderfähig sind:

  1. Aufbau oder Verbesserung der digitalen Vernetzung in Schulgebäuden und auf Schulgeländen,
  2. Einrichtung WLAN,
  3. Aufbau und Weiterentwicklung digitaler Lehr-Lern-Infrastrukturen, die das Landesangebot sinnvoll ergänzen
  4. Anzeige- und Interaktionsgeräte, insbesondere Displays und interaktive Tafeln, einschließlich Steuerungsgeräte,
  5. digitale Arbeitsgeräte, insbesondere für die technisch-naturwissenschaftliche Bildung oder die berufsbezogene Ausbildung.

Begrenzt förderfähig sind:

  1. schulgebundene mobile Endgeräte (Laptops, Notebooks und Tablets), wenn folgende Voraussetzungen erfüllt sind:
    1. die Schule über die Infrastruktur förderfähig ist, verfügt oder diese durch den Schulträger beantragt ist,
    2. spezifische fachliche oder pädagogische Anforderungen solche Geräte erfordern und dies im technisch-pädagogischen Einsatzkonzept der Schule dargestellt ist,
    3. bei Anträgen für allgemeinbildende Schulen die Gesamtkosten für mobile Endgeräte am Ende der Laufzeit des DigitalPakts Schule entweder
      • 20 vom Hundert des Gesamtinvestitionsvolumens für alle allgemeinbildenden Schulen pro Schulträger oder
      • 25 000 Euro je einzelne Schule
      • oder beides nicht überschreiten.

Nicht förderfähig sind:

  1. Kosten, die für die Planung des Medienentwicklungsplans/konzepts anfallen können,
  2. laufende Kosten der Verwaltung (Personalkosten, Sachkosten),
  3. Kosten für Betrieb, Leasing, Wartung und IT-Support der geförderten Infrastrukturen sowie
  4. Smartphones.

Voraussetzungen

  • Eine Förderung wird nur für Maßnahmen gewährt, wenn diese frühestens am 16.05.2019 begonnen hat. Selbstständige, noch nicht begonnene Abschnitte einer laufenden Maßnahme, die vor dem 17.05.2019 begonnen wurden, können gemäß den Richtlinien ebenfalls gefördert werden. Hier die Richtlinien herunterladen
  • Die Maßnahme muss bis spätestens 31.12.2025 abgeschlossen werden.
  • Doppelförderungen sind unzulässig. Finanzierungsanteile Dritter mindern die förderfähigen Kosten.
  • Für die jeweilige Schule muss ein Medienentwicklungsplan mit einer Freigabeempfehlung des Landesmedienzentrums oder des Medienzentrums, das dessen Erstellung begleitet hat, vorliegen. Jetzt den Leitfaden zur Erstellung eines Medienentwicklungsplans herunterladen

Die Anträge müssen die folgenden Angaben umfassen

  • Eine Bestätigung darüber, dass die Maßnahme zusätzlich (nach § 9 Verwaltungsvereinbarung DigitalPakt Schule 2019 bis 2024) ist. Hier die Verwaltungsvereinbarung herunterladen
  • Eine Darstellung der Investitionsplanung (Kosten- und Zeitplanung inklusive Beginn des Investitionsvorhabens) kumuliert für alle in den Antrag einbezogenen Schulen,
  • die Erklärung, dass es sich um einen selbstständigen noch nicht begonnenen Abschnitt einer Maßnahme handelt, sofern das Investitionsvorhaben vor dem 17. Mai 2019 begonnen wurde,
  • eine Erklärung des Schulträgers zur Sicherstellung von Betrieb, Wartung und IT-Support,
  • eine Erklärung zu Mitteln aus anderen Fördermaßnahmen zum Ausschluss von Doppelförderungen,
  • im Fall des Leasings eine Wirtschaftlichkeitsbetrachtung,
  • eine Erklärung darüber, dass die Finanzierung während der gesamten Zweckbindungsfrist gesichert ist, sowie
  • eine Bestätigung des Staatlichen Schulamtes darüber, dass das vorgelegte Medienbildungskonzept abgestimmt wurde. Jetzt den Leitfaden zur Erstellung eines Medienentwicklungsplans herunterladen

Weitere Informationen dazu finden Sie unter https://digitale-schule.hessen.de/allgemeine-informationen/was-sind-digitalpakt-schule-und-digitale-schule-hessen

Ablauf Antragsverfahren

  1. Die Maßnahmenanmeldungen sind der WIBank bis zum 31.12.2021 in schriftlicher und elektronischer Form zu übermitteln. Die entsprechenden Formulare stehen bald unter "Downloads" https://www.wibank.de/wibank/digitalpakt-schule/digitalpakt-schule/505744 zur Verfügung.
  2. Die Bewilligungen erfolgen im Einvernehmen mit dem Hessischen Kultusministerium.
  3. Bewilligungsstelle für Maßnahmen der öffentlichen Schulträger und Ersatzschulträger ist das Hessische Ministerium der Finanzen.
  4. Bewilligungsstelle für Maßnahmen an Pflegeschulen ist das Hessisches Ministerium für Soziales und Integration.

Ansprechpartner

Sollten Sie Hilfe benötigen, wenden Sie sich gerne per Mail an die folgenden Ansprechpartner:

  • Fragen zum Thema Umsetzung in den Schulen, zur Lehrerfortbildung, zur Unterstützung durch die Fachberatung der Staatlichen Schulämter und den schulischen Bereich betreffend, senden Sie bitte an: digitaleschule(at)kultus.hessen.de
  • Ihre Fragen zum Förderverfahren und zur Antragsstellung richten Sie bitte an: digitaleschule(at)hmdf.hessen.de
  • Für Fragen zum Breitbandausbau und zur digitalen Strategie stehen Ihnen die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Hessischen Ministerin für Digitale Strategie und Entwicklung zur Verfügung: digitaleschule(at)digitales.hessen.de
  • Sollten Sie Fragen bezüglich der Maßnahmenanmeldung bei der WIBank haben, erreichen Sie diese telefonisch unter 069 9132-6262 oder per Mail unter digitalpakt(at)wibank.de

Ihre Ansprechpartnerin

Sibel Özdemir
Tel: 06151 – 9768-56
Mail: so@speedpoint.de

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